Stellungnahme EVP

 

1. Lehrpersonenmangel
Es muss uns gelingen, dass möglichst viele der teuer ausgebildeten LehrerInnen im Beruf bleiben und nicht nach kurzer Zeit wieder aussteigen. Folgendes kann dazu beitragen, dass dies möglich wird:

  • Es braucht wettbewerbsfähige Löhne und attraktive Arbeitsbedingungen am Schulort.
  • Der Berufseinstieg als Lehrperson muss in den ersten 2-3 Berufsjahren spürbar erleichtert werden. Diese Entlastung kann ähnlich gestaltet werden wie bei den älteren Lehrpersonen.
  • Die Schulsozialarbeit muss flächendeckend eingeführt werden. Sie kann soziale und familiäre Probleme der SuS auffangen und die Lehrpersonen diesbezüglich entlasten.

Mit einem erleichterten Zugang zum Fachdiplomstudium Sek 1 an der PH Bern könnten mehr Berufsfachpersonen (mit klarer Eignung als Lehrperson) als Fachlehrpersonen gewonnen werden.

2. Entlastung Klassenlehrpersonen

  • Die Arbeit von Klassenlehrpersonen ist vielseitig und befriedigend, sie ist aber auch herausfordernd und vor allem zeitaufwändig. Die Entschädigung dieser Arbeit mit bloss einer Lektion (Berufsschulen: 0,5 Lektion) pro Woche ist klar ungenügend! Es braucht eine Verdoppelung der Entlastung
  • Die Schulleitungen sind gefordert, die anfallenden zusätzlichen Arbeiten (Lagerleitung, Projekttag-Organisation, Fachverantwortung, Materialbestellung, …) so im Kollegium zu verteilen, dass die Klassenlehrpersonen hier nicht auch noch zeitlich belastet werden.