Stellungnahme EDU

1.Lehrpersonenmangel

Die Lehrerbildung sollte weniger akademisiert werden. Einen Weg zurück in Richtung früherer Seminarausbildung könnte praktisch und sozial begabte Personen motivieren, sich für den Beruf zu entscheiden. Aus diesem Grund hat die EDU den aktuellen Vorstoss zum prüfungsfreien Übertritt in die PH für Studierende mit Berufsmaturität unterstützt. Ein Sonderfall für den Kanton Bern, aber gut aufgegleist kann ein Berner Diplom attraktiv gestaltet werden. Ebenso die Umsetzung der von der EDU miteingereichten und überwiesenen Motion 150-Stellenprozente für die Basisstufe würde die Belastung vieler Lehrpersonen auf Kindergarten- und Unterstufen wesentlich entschärfen. Die anfänglichen finanziellen Mehraufwände würden sich für die Arbeitsbedingungen der Lehrpersonen und der Bildungsqualität lohnen und sich langfristig nicht als teurere Variante erweisen. Ein guter Start in die Volksschule, mit der Möglichkeit den persönlichen Umständen der Schülerinnen und Schüler bestmöglich entsprechen zu können, verhindert spätere Sondersettings und die daraus folgenden Kosten.

 

2. Entlastung Klassenlehrpersonen

Die Klassenlehrfunktion ist für die EDU sehr wichtig und von zentraler Bedeutung. Idealerweise sollen Klassenlehrpersonen persönlich und positiv auf die einzelnen Bedürfnisse ihrer Schüler und Schülerinnen eingehen können. Hier werden Weichen gestellt. Die gesellschaftliche Veränderung mit unterschiedlichsten Voraussetzungen, kultureller Vielfalt und integrativen Klassenzusammensetzungen stellen eine enorme Herausforderung dar. Eine Entlastung für Klassenlehrpersonen über alle Stufen der Volksschule würde die EDU auch aus Wertschätzung unterstützen.