Daran arbeiten wir

Geplante Ziele und Brennpunkte 2016/17

An der Fraktionsversammlung vom 14.09.2016 wurde im Rahmen einer Flipchart-Umfrage über Prioritäten diskutiert, die für diese Ziele und Brennpunkte berücksichtigt wurden.

 

Gewerkschaft:
Entlastung der Klassenlehrpersonen – Hoher Handlungsbedarf

Letztes Jahr noch ein «Evergreen», entpuppt sich dieses Thema nun langsam aber sicher zu einem wirklich dringendem Thema: Verbunden mit der zunehmenden Belastung durch grosse Klassen, immer mehr Mehrjahrgangsklassen, integrativen Massnahmen und der Verzettelung der Kräfte (Absprachen, Individualisierung und Lehrmittel, welche mehr Wert auf zeitaufwändige Reflexionen, Raster, Kriterienkataloge, etc. ) setzen, steht vielen Klassenlehrpersonen das Wasser langsam am Hals, wenn die Umsetzung oben erwähnter Dinge wirklich ernst genommen werden soll. Wir werden den Druck erhöhen, die Forderung von Bildung Bern (Berner Schule 3/16, S. 16) nach einer zweiten Wochenlektion zu verwirklichen.

Wofür wir (weiterhin) aktiv kämpfen werden:

Die Pensionskasse sichern, PH-Ausbildungsstandards hochhalten, Anstellungsverhältnisse Praktikumslehrkräfte, Gehaltsklassen Prim-Sek-Gym annähern.

Pädagogik:
Passepartout – Weitere Verbesserungen sind dringend

Die Lehrmittel basieren auf einem Konzept, welches die oben genannte Verzettelung der Kräfte fördern, also eine eigentliche Be- und keine Entlastung für Lehrpersonen bedeuten: zeitaufwändige Rasterevaluationen, schwammige Bezeichnungen zur Beurteilung, zu wenig Übungsmaterial, zu oberflächliche Behandlung der Resultatsicherung und ein undurchsichtiger roter Faden führen dazu, dass nun alle Schulen an Fachschaftssitzungen neue Wortschatzlisten, Arbeitsblätter, Dossiers, Tests etc. aus dem Boden stampfen, um ihren Vorstellungen von Sprachunterricht gerecht zu werden und Mängel des Lehrmittels auszugleichen. Eine gewerkschaftliche Groteske!

Die Voraussetzung für den Einsatz des Lehrmittels bedeutet ein grosser technischer Aufwand («Jedem SuS sein PC»), der die Gemeinden unter extremen finanziellen Druck setzt. Dazu fällt erst jetzt nach dem ersten Jahr auf: Die Lehrmittel sind überteuert und unterstützen eine ungeheure Wegwerf-Mentalität. Man rechne doch bitte mal aus, wieviele dieser hochwertigen Ein-Kilo-Boxen mit sechs Hochglanz-Einweg-Magazines Ende Jahr (fast) ungebraucht, da in den meisten Fällen sehr wenig hineingeschrieben wird, weggeworfen werden. Es bleibt viel zu tun.

Wofür wir (weiterhin) aktiv kämpfen werden:

Integration-Migration, LP21 (Beurteilung, Umsetzung, Qualität der Weiterbildung), «Reflexionitis» bekämpfen, Lehrfreiheit hochhalten, «Jungs-Problematik» (v.a. in Realklassen) als Folge der Selektion im Auge behalten und zu guter Letzt: Wider den ewigen Spass: Lehrpersonen sollen mit gutem Gewissen auch fordern dürfen.