Berner Bildungstag 2021 - wieder in Biel !

Am 28. August 2019 hat die Leitungskonferenz von Bildung Bern beschlossen, den Berner Bildungstag Anfang Mai 2021 wieder in Biel durchzuführen. Das Grobkonzept und der genaue Durchführungstermin werden im September 2019 definiert.

Berner Bildungstag 2019

Alle zwei Jahre organisiert Bildung Bern die schweizweit grösste Weiterbildungstagung für Fachpersonen Schulbildung: Der letzte Berner Bildungstag stand unter dem Motto "Menschenverstand" und fand am Mittwoch, 15. Mai 2019 in der Tissot Arena in Biel statt. Mehr als 6000 Mitglieder und Nichtmitglieder sind am Anlass erschienen. Geniessen Sie einige Impressionen des Anlasses.

Rückblick in der berner schule 03/2019

Präsentationen und Referate:

Prof. Dr. Joachim Bauer legte in seinem Referat dar, inwieweit die Schule von Erkenntnissen der modernen Neurowissenschaften profitieren kann. Er machte folgende Hauptaussagen:

  • Die Persönlichkeit der LehrerIn steht im Zentrum einer guten Schule.
  • Unterricht ist Beziehungssache. Lehrpersonen bleiben gesund, wenn sie die Beziehungsarbeit zum Gelingen bringen können. Lehrpersonen wissen meist genügend. Defizite werden in der Beziehungsarbeit geortet. Wenn eine Lehrperson in den Raum tritt, tritt nicht nur das Gehirn ein, sondern der ganze Körper wirkt. Die Lehrperson ist die zweite Chance für das Kind, das vielleicht im familiären Umfeld schwierige Beziehungen hat.
  • Gute Schulen dürfen nicht an Bewegung und Musik sparen. Musische Fächer sind zentral wichtig. Sie helfen dabei, die Motivationssysteme zu aktivieren.  
  • Kinder wollen gesehen und akzeptiert werden. Die Person der Schülerin, des Schülers im Auge behalten. Sprache und Körpersprache der Lehrperson sind wichtig und werden von den SchülerInnen unbewusst aufgenommen.
  • Lob ist wichtig, aber nicht in Überdosis.
  • Mit Kindern darüber reden, dass analoge Beziehungen tragfähig sind und digitale sie nur ergänzen können.
  • Wenn Jugendliche über Themen sprechen dürfen, die sie bewegen, gehen ihre Motivationssysteme hoch (spricht für kooperativen Unterricht).
  • Wenn Menschen sozial gedemütigt, ausgegrenzt werden (zum Beispiel durch Mobbing), reagieren im Gehirn die Schmerzsysteme.
  • Werte haben eine neurobiologisch durchschlagende Kraft. Plato hat folgende Werte definiert: Mut, Wissen, Mässigung, Gerechtigkeit. Ethische Grundsätze sollten mit Kindern diskutiert werden: Was ist ok, was ist nicht ok.

Von Prof. Dr. Joachim Bauer zur Verfügung gestellte Beiträge und Links:

Bauer Joachim Beziehung 2010

Bauer Joachim Aggression 2012

Bauer Joachim Selbststeuerung Juni 2015

Links zu Büchern/Publikationen/Sendungen von Prof. Dr. Joachim Bauer:

Joachim Bauer in der SWR Talkshow "Nachtcafe"

Joachim Bauers neues Buch

Warum sehen viele Menschen alles schwarz?

Joachim Bauer über die Volkskrankheit Depression

Bücher aus der Werkstatt von Prof. Bauer

Prof. Kathrin Altwegg entführte das Publikum ins Universum und sprach von der Mission „Rosetta“ und der Landung auf dem Kometen Chury. Sie sagte zum Beispiel:

  • Der Menschenverstand kann sich noch entwickeln.
  • Die Dimensionen des Weltraums relativieren unsere Bedeutung.
  • Zuviel Administration behindert Kreativität.
  • Manchmal muss etwas schiefgehen, damit man lernt.
  • Zur Frauenförderung, die ihr wichtig ist: Wir müssen den Mädchen einfach zeigen, dass sie es können.
  • Grosse Projekte und Entwicklungen brauchen Geduld, Geduld, Geduld. Und Flexibilität. Und Zusammenarbeit. Und Idealismus. Und Herzblut.

Youtube-Link zum Film "Once Upon a Time"

Präsentation von Prof. Kathrin Altwegg

Dennis Lück, Chief Creative Officer einer Werbeagentur und Werber des Jahres 2017 plädierte für Querdenken und mehr Kreativität in der Schule. Und er zettelte eine kleine Bieler Revolution mit Manifest an. Seine Hauptaussagen:

  • Kreativität ist die neue soziale Währung.
  • Es braucht ein neues Lernen, das produktiv und nachhaltig ist. Mit 6 Superfächern und einem SchülerInnencoaching.
  • Die vier K sind zentral: Kreativität, kritisches Denken, Kooperation und Kommunikation.
  • Es geht darum, aus den Rahmenbedingungen das Beste zu machen. Die Rahmenbedingung bist du.

Präsentation von Dennis Lück

Medienmitteilung Jung von MattLimmat Berner Bildungstag Lück Dennis

Erziehungsdirektorin Christine Häsler betonte die Wichtigkeit, die gute Bildung der Kinder ins Zentrum zu stellen, unterstrich, dass sie sich mit Kopf, Herz und Hand für bessere Rahmenbedingungen in der Berner Bildung einsetze und bezeichnete sich als Brücke zur Politik.

Referat von Erziehungsdirektorin Christine Häsler

Dr. Beat A. Schwendimann, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des LCH referierte über künstliche Intelligenz und äusserte die Vermutung, dass sie die Lehrperson niemals ersetzen wird. Lernen und Lehren sei und bleibe ein zwischenmenschlicher Prozess.

Präsentation von Dr. Beat A. Schwendimann

Elisabeth Schenk, Präsidentin des Schulrats der PHBern, begegnete dem Thema „Menschenverstand“ philosophisch. Sie plädierte für den integrativen Verstand nach Schiller und den gemeinen Menschenverstand nach Kant, der folgende Maxime voraussetzt: 1. Selbstdenken, 2. An der Stelle jedes anderen denken, 3. Jederzeit mit sich selbst einstimmig denken.

Medienberichterstattung:

Bieler Tagblatt

Bauernzeitung

LCH

Erste Impressionen

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