Prioritäres Impfrecht für Lehrpersonen

Der Bundesrat hat heute Mittwoch verschärfte Massnahmen kommuniziert. Dies im Zusammenhang mit dem mutierten Coronavirus. «Schulschliessungen haben nicht oberste Priorität, da sie auch viele Probleme mit sich bringen», sagte Alain Berset an der Medienkonferenz. Aber die Situation habe sich verändert. Man müsse Schulschliessungen überlegen. Die Verantwortung liegt nun bei den Kantonen.

Bildung Bern fordert gesamtschweizerische Koordination und lehnt einen Berner Alleingang ab. Der Verband ist in Kontakt mit den Gesundheitsfachstellen und unterstützt Schulschliessungen, wenn die GesundheitsexpertInnen diese empfehlen, um die Gesundheit von Lehrpersonen, Schulleitungen und SchülerInnen zu schützen.

Fernunterricht soll dann prioritär auf der Oberstufe und der Sek II umgesetzt werden. Nur falls absolut nötig auch auf der Primarstufe.

Besonders gefährdete Personen haben das Recht auf Homeoffice oder einen gleichwertigen Schutz am Arbeitsplatz. Das gilt auch für Lehrpersonen. Vulnerable Lehrpersonen müssen niederschwellig vom Präsenzunterricht dispensiert werden können.

Falls Schulen nicht geschlossen werden, muss die Maskentragpflicht für 5. und 6. Klasse diskutiert werden. Diese müsste dann auch in ÖV und Läden gelten.

Bildung Bern setzt sich ein für ein prioritäres Impfrecht für Lehrpersonen. Sie sollen gleich nach dem Gesundheitspersonal geimpft werden dürfen.

Bildung Bern beobachtet die Schnelltest-Versuche im Kanton Graubünden mit grossem Interesse. Falls die Resultate überzeugen, wird sich der Verband für Schnelltests in Berner Schulen stark machen.