Beurteilung Lehrplan 21: Falsche Darstellung der Rolle von Bildung Bern

Im «Bund» vom 26. Januar 2017 äussert sich der Orpunder Lehrer Alain Pichard zur Beurteilung Lehrplan 21. Er kritisiert in seinem Beitrag die Rolle von Bildungsexperten und diejenige des Berufsverbands Bildung Bern. Einige Aussagen sind falsch. Wir stellen sie richtig.

Bildung Bern hat sich im Steuerungsausschuss der Erziehungsdirektion seit Beginn der Umsetzungsarbeiten vor zwei Jahren konsequent für eine praxistaugliche Beurteilung Lehrplan 21 eingesetzt. Mit konkreten Vorschlägen hat sich der Berufsverband engagiert:

  • für eine Trennung der formativen und summativen Beurteilung
  • für eine Stärkung der Standort- bzw. Elterngespräche und somit der formativen Beurteilung
  • für eine Vereinfachung der Zeugnisse
  • für mehr Zeit fürs Unterrichten und Fördern der Lernenden
  • gegen die Bewertung von Charaktereigenschaften wie «Umgangsformen» oder schwierig zu beurteilenden Kompetenzen wie «Umgang mit Vielfalt»
  • gegen standardisierte Tests und Rankings

Bildung Bern hat seine Mitglieder mit Konsultationen einbezogen. Der Verband ist vernetzt organisiert und breit abgestützt. Über Engagement, Haltung und Stossrichtung von Bildung Bern entscheiden nicht praxisferne Bildungsexperten, sondern ausschliesslich Lehrpersonen, die voll im Unterrichtsalltag stehen. Anliegen und Änderungswünsche direkt von der Basis haben eingebracht werden können und sind aufgenommen worden.

Bildung Bern wählt bewusst den Weg der lösungs- und konsensorientierten Verhandlung mit der Erziehungsdirektion und erreicht mit diesem Stil mehrheitsfähige Lösungen für die Praxis. Dies dank der ebenfalls lösungsorientierten Arbeitsweise des Erziehungsdirektors Bernhard Pulver und von seinen Mitarbeitenden.