Akzentuierung im Sprachenstreit

Ab welcher Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler Französisch oder Englisch lernen? Nach dem Entscheid des Thurgauer Parlaments, Französisch in der Primarschule zu streichen, erhält diese Frage zusätzliche Brisanz.

Nachdem das Thurgauer Parlament vor drei Jahren einer Motion zur Streichung des Französischunterrichts in der Primarschule zugestimmt hatte, entbrannte ein landesweiter Sprachenstreit. Der Sprachenkompromiss aus dem Jahr 2004, der die erste Fremdsprache ab dem 3. und die zweite ab dem 5. Schuljahr vorsieht, stand in einigen Kantonen plötzlich zur Diskussion. Am 2. Mai 2017 hat der Thurgauer Grosse Rat die Frage zum zweiten Mal debattiert und beschlossen, Französisch in der Primaschule zu streichen.

Aus aktuellem Anlass ist das Thema in der Rundschau des Schweizer Fernsehens vom 3. Mai 2017 diskutiert worden. Auch der Kanton Bern war im Studio vertreten. Die Ausgabe der Rundschau vom 3. Mai 2017 können Sie hier anschauen.

Mehr zum aktuellen Konfliktfeld Fremdsprachenunterricht lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von "Bildung Schweiz". Den Artikel können Sie hier runterladen und lesen.

Im Kanton Bern ist es kein Thema, vom Sprachenkompromiss abzuweichen. Bildung Bern hat zu Frühfremdspachen bereits vor längerer Zeit eine Position verfasst. Diese finden Sie hier.